DESILLUSIONEN

Gedanken zur Liebe

 

Ist Liebe dann den anderen festzuhalten, wenn er sich entschieden hat andere Wege zu

gehen?

 

Oder ist dies Egoismus und die Angst vor dem Alleinsein? Das Denken an sich

selbst statt an den anderen?

 

Wenn ich einen Menschen so sehr liebe, warum liegt mir dann sowenig daran ihn glücklich

zu machen?

 

Warum lasse ich ihn nicht das tun was er so gern täte? Warum versuche ich ihn

mit allen Mitteln an mich zu binden?

 

Ist das nicht nur um meinetwillen?

 

 

Sehe ich meinen Partner überhaupt oder sehe ich nur mich? Ich meine damit: nehme ich überhaupt seine Bedürfnisse wahr?

 

„Ich liebe dich so sehr. Ich tue alles für dich“, sagen Sie. Und gehört dann das Loslassen

nicht dazu?

Loslassen, damit der Partner (wieder) glücklich wird? Das wollen Sie doch, oder

nicht? Ihren Partner glücklich sehen.

 

Aber genau das tun Sie nicht, weil Sie nur sich selbst glücklich machen wollen.

 

Sprechen Sie nicht von Ihrer grossen Liebe, sondern von Ihrem grenzenlosen, gefühleverachtenden

Egoismus. Seien Sie wenigstens ehrlich zu sich selbst.

 

Ich höre Sie sagen:“ Wenn ich meinen Partner gehen lasse, habe ich doch nichts davon“.

 

Oh doch – natürlich haben Sie etwas davon. Sie haben die Gewissheit, dass Sie den Menschen,

den Sie lieben, glücklich machen. Sie geben ihm in diesem Moment das, was er braucht –

nämlich seine Freiheit zu entscheiden was er tun möchte und wohin er gehen möchte.

 

Ist Liebe nicht erst dann wahre Liebe, wenn ich selbstlos liebe?

 

Ich denke immer wieder,dass wir in diesen starken Momenten der Liebe gar nicht sehen, was wir nicht sehen.

Wir suchen auf dem Grund des Sees nach all den möglichen Ursachen, warum es so kam,

wie es gekommen ist – und wir finden sie nicht.

 

Wir finden sie nicht, weil wir nur am Grund des Sees suchen, anstatt an der Oberfläche.

Dort liegen sie, für alle sichtbar.

 

Wozu ist es dann gut, wenn wir so weit unten suchen?

Nun, ich denke, weil wir uns nicht vorstellen können, dass die Lösung des Problems so

einfach sein kann und das auch ich selbst ein Teil des Problems und somit ein Teil der

Lösung bin.

 

So einfach ist das? Ja, so einfach wäre das.

 

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Kommentare: 4
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  • #3

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